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GFK-Profile sind die Zukunft des Brückenbaus

Brücken

Das waren die Worte des Bauunternehmens Kaj Bech zum Bau der ersten vollständigen GFK-Brücke im dänischen Sønder Felding im Sommer 2020. Der Wunsch einer GFK-Brücke kam vom Endkunden, der Gemeinde Herning, die auch künftig mehr auf GFK setzen will.

„Die Brücke ist sehr einfach und leicht. Dadurch kommen wir an einige Bereiche, die mit dem Kran nur schwer zugänglich sind. Wir kommen mit viel weniger Ausrüstung aus. Ich bin überzeugt, dass Bauten aus GFK die Zukunft sind”, meint Jens Andersen, Vorstand bei Kaj Bech A/S.

Eine Holzbrücke wäre laut Kim Bredgaard Grarup, Fachkoordinator und Projektleiter für Straßen, Verkehr und Bau der Gemeinde Herning, zwar etwas kostengünstiger gewesen, dennoch war GFK aus wirtschaftlicher Sicht für ihn die bessere Wahl.

„Wir haben eine tolle Brücke zu einem angemessenen Preis erhalten. Deshalb werde ich GFK sicher auch bei künftigen Fahrradbrücken berücksichtigen. Mein Budget für diese Art von Brücken wird immer kleiner. Wenn wir also eine Brücke wie die in Sønder Felding erneuern, ist es mir wichtig, dass etwas gebaut wird, das so lange wie möglich hält”, so Bredgaard Grarup.

 

Gemeinde Herning prüft Gesamtlösung aus neuem Material

Die Brücke ist der erste Prototyp eines neuen Brückenkonzepts von Fiberline, das den Bau von GFK-Brücken dieser Größenordnung kostengünstiger und einfacher machen soll. Die Brücke ersetzt eine alte Holzbrücke über einen Fluss in der Nähe der Schule von Sønder Felding, die mit der Zeit u. a. für die Schulkinder zu einem Sicherheitsrisiko geworden war.

 „Mir hat bei der GFK-Brücke gefallen, dass sie vollkommen wartungsfrei ist. Und gleichzeitig lag sie in dieser Preisklasse. Das war überzeugend”, führt Bredgaard Grarup, Gemeinde Herning, aus.

 Und er ergänzt:

„Die Gemeinde hat in den letzten Jahren vorhandene Brückenfahrbahnen aus Holz durch solche von Fiberline ausgetauscht, um eine hohe Rutschfestigkeit zu gewährleisten. Brücken werden durch Wasser und Laub ansonsten ziemlich schnell glatt”.

 Das neue Brückenkonzept umfasst ausschließlich Standardprofile, die immer im Lagerbestand sind. Dadurch ist die Zeit von der Bestellung zur Lieferung kurz und der Preis bleibt aufgrund der Standardmaße gering, denn die Profile müssen nur in der Länge und Breite angepasst werden.

„Wenn der Preis dem für eine Holzbrücke entspricht, weniger Wartung anfällt und die Brücke auch noch langlebiger ist, dann liegen die Vorteile doch auf der Hand und die Wahl fällt auf eine GFK-Brücke statt auf eine Brücke aus Holz”, erläutert Nickolai Buus Petersen, Abteilungsleiter Anlagen/Ingenieur bei Kaj Bech A/S.

 

625 kg in der Werkstatt montiert

Die Brücke wurde in Fiberlines eigener Werkstatt unter kontrollierten Bedingungen montiert. Das sowie das geringe Gesamtgewicht von gerade einmal 625 kg trugen dazu bei, die Montagezeit zu verkürzen. Das kam auch dem Endkunden zugute.

„Die GFK-Brücke war schnell und einfach aufgebaut. Innerhalb von ein paar Stunden stand sie fertig vor Ort. Je weniger der tägliche Verkehr gestört wird, desto besser – das gilt überall”, ergänzt Bredgaard Grarup, Gemeinde Herning.

Doch die schnelle Montage ist auch für das Bauunternehmen ganz klar von Vorteil:

„Ich habe in den vergangenen 20 Jahren viele verschiedene Brückenarten montiert – aus Stahl, Beton, Holz, neue und alte Brücken – und bin von der Festigkeit und Leichtigkeit dieser Brücke wirklich beeindruckt. Durch das geringe Gewicht können wir auch einige Ressourcen im Montageprozess vor Ort einsparen. Wir haben geringere Kosten und können unsere Zeit viel effizienter nutzen. Das ist zum Beispiel gegenüber einer Stahlkonstruktion ein klarer Wettbewerbsvorteil”, erläutert Andersen, Kaj Bech A/S.

 

Freuen auf Wartungsfreiheit

Im Vergleich zu herkömmlichen Materialien ist GFK eine nachhaltige Alternative in dem Sinne, dass es langlebiger ist und im Großen und Ganzen keinerlei Kosten für Wartung anfallen.

 „Die Preise sind im Verhältnis zu alternativen Lösungen angemessen. Normalerweise würde man wahrscheinlich eine Holz- oder Stahlbrücke bauen, aber der Preis einer GFK-Brücke ist mit dem einer Holzbrücke vergleichbar. Ein weiterer positiver Faktor von GFK ist sein geringes Wartungserfordernis – das ist oft das, was den Gemeinden gefällt. Wenn wir eine Brücke aufgestellt haben, möchte die Gemeinde am liebsten sagen können: ‚Prima, jetzt steht sie. Jetzt brauchen wir nichts mehr zu tun”, berichtet Nickolai Buus Petersen, Kaj Bech A/S.

 

8 Tonnen übersteigen die Erwartungen

Die Brücke misst 5,5 x 2,5 m und ist vollständig aus GFK. Da regelmäßig auch kleinere Traktoren über die Brücke fahren, entschied man sich, die Brücke durch zusätzliche Carbonfaserprofile zu verstärken. Darüber hinaus hat die Brücke einen rutschfesten Belag und ein Geländer gemäß geltenden Anforderungen.

„Dass die Brücke bis zu 8 Tonnen trägt, übersteigt meine Erwartungen um Längen. Bei vielen Brücken, die wir in Wandergebieten bauen, wird lediglich eine Traglast von bis zu 3500 kg verlangt. Bei dieser Brücke hier haben wir diese Anforderung bei Weitem übertroffen”, so Andersen, Kaj Bech A/S.

 

Passt in die Landschaft

Die Gemeinde Herning machte die Vorgabe, dass sich die Brücke in die vorhandene Umgebung fügen sollte. Deshalb wurde sie passend zu den sie umgebenden Laubbäumen in Mahagoni gestrichen.

Wenn die Frage aufkommt, wie die Brücke aussehen soll, wird häufig die Anforderung gestellt, dass sie sich in die Landschaft fügt. Das ist bei dieser Brücke wirklich gut gelungen”, meint Buus Petersen, Kaj Bech A/S.